wds-logo1

Startseite

Der Kunsthandwerkermarkt

Marktimpressionen

Marktplan

Aussteller

Camera Obscura

Presseartikel

Aussteller Info

Weil der Stadt

Kontakt / Impressum

Anfahrt

IMG_9048-q-web
IMG_9625-q-web IMG_9982-q-web IMG_9129-q-web IMG_0074-q-web IMG_0289-q-web IMG_9349-q-web

Presseartikel

Leonberger Kreiszeitung am 8. Juni 2015

Das richtige Händchen für die gute Mischung

Weil der Stadt Der Stabwechsel ist gelungen: Nach 30 Jahren gibt Wolfgang Latt die Organisation des Kunsthandwerkermarktes an Thomas Hahn-Klinger ab. Das Jubiläum ist somit gleichzeitig Premiere. Der Besuch ist gut, und es gibt einige Neuerungen.
Von Florian Mader

   Schon eine halbe Ewigkeit kommt Klaus Kralovec im Fühsommer mit seiner Holzkunst nach Weil der Stadt. Aber wie lange genau? Da muss er überlegen. “Hmmm, die ersten zwei Märkte hab ich verpasst. Das müssten also 28 Jahre sein", sagt er. Das kann er leicht ausrechnen, denn Klaus Kralovecweiß: Seinen 30. Geburtstag feiert der Kunsthandwerker-
markt in Weil der Stadt in diesem Jahr. Und das waren 30 Jahre mit einem “ganz besonders schönen Ambiente", wie der Holzkünstler findet.
   Das Lob geht an Wolfgang Latt. Er hat den Markt damals erfunden und ihn seitdem organisiert. Vor 30 Jahren war er noch Student und hatte einen kleinen Laden mit Kunsthandwerk in Weil der Stadt. Zusammen mit Freunden holte er die Künstler an einem sonnigen Wochenende im September 1986 in die Keplerstadt. Eine richtige Erfolgsgeschichte entstand, der ,,Töpfermarkt“, wie ihn viele Wei-der-Städter noch heute unter seinem alten Namen anreden, wurde ein wichtiger Termin im Veranstaltungskalender der Stadt. Doch vergangenes Jahr war Schluss. Zumindest für Wolfgang Latt. Den Stab der Hauptorganisation übergab er damals nämlich an den Merklinger Kunsthandwerker Thomas Hahn-Klinger.
   ,,Der Thomas war selbst viele Jahre lang als Aussteller dabei", sagt Wolfgang Latt. Er habe das richtige Händchen. Das Wichtigste sei es nämlich, unter den vielen, vielen Austellerbewerbungen die richtige Mischung auszuwählen. ,,Und da hat er die richtige Affinität, die man braucht", sagt Wolfgang Latt und lässt durehblicken, dass es durchaus einige weitere Interessenten für seine Nachfolge gegeben habe.
   Jetzt muss sich Wolfgang Latt, im Hauptberuf Unternehmensberater, an seine neue Rolle als ganz normaler Besucher gewöhnen. Und kann den Markt endlich genießen. Die 83 Aussteller, von Holz- über Stein-, zu Keramikkunst, von bildenden hin zu holografierenden Künstlern. Seit mehreren Wochen im Dauerstress dagegen ist Thomas Hahn-Klinger, der Neue.
   Auch wenn der sich seinen Einstand ruhiger vorgestellt hätte. Aber für Thomas Hahn-Klinger ist selbst der Hausbrand am Sonntagvormittag noch lange kein Grund, sein Lächeln aufzugeben, die Liebe zu ,,seinem Markt" kann ihm so ein Feuerchen nicht nehmen. ,,Solche Veranstaltungen müssen ab und zu neu belebt werden", sagt er. Und das hat erversucht: Ein Hochglanzprogrammheft hat.er geschrieben, neue Künstler hat er angeworben neue Programmpunkte entwickelt. ,,Ich hab' einfach Spaß mich im kulturellen Bereich zu engagieren“, gieren", sagt der Merklinger, der im Hauptberuf Holzbausätze für Kinder baut.
   Neu nach Weil der Stadt hat er zum Beispiel Przemek Zajfert geholt. Der Aktions- und Fotokünstler will zum Mitmachen begeistern. ,,Ich hab hier hundert ganz einfache, selbst gebaute Fotoschachteln", sagt er. Die müssten die Leute aufstellen und ganze sieben Tage lang belichten. ,,Da kann man vor allem Langsamkeit und Einfachheit entdecken." Für seinen Gastgeber ist Przemek Zajfert voll des Lobes.  ,,Den Thomas kenne ich seit mehr als zehn Jahren", sagt er, ,,ich hab ihn auf seinem solchen Markt kennengelernt. Deshalb habe ich mich so gefreut, dass er mich in seine Heimatstadt eingeladen hat."
   Aber nicht nur Künstler von außerhalb will Thomas Hahn-Klinger nach Weil der Stadt holen. „Ich will vor allem auch Weil-der-Städter in ihren Markt einbinden“, beschreibt er sein Konzept. Deshalb ist die,,Mix Tour" am Samstag unterwegs gewesen, mit dem Gewerbeverein mit dessen verkaufsoffenem Sonntag habe er zusammengearbeitet, und auch die Stadtverwaltung stehe mit Rat und Tat zur Verfügung. ,,Ich will was gestalten“, sagt Thomas Hahn-Klinger. Da lässt er sich dann auch nicht von ein bisschen Lampenfieber abhalten, das ihn in den letzten Tagen begleitet hat.
   Und es hat sich gelohnt. Der Bürgermeister lobt das “enorme Engagement", die Austeller lieben das besondere Flair an der Stadtmauer, die Weil-der-Städter strömen ohnehin auf ,,ihren Markt". Schließlich kann man immer was brauchen, finet jedenfalls die Besucherin Marita Kavalianskas: „So viele außergewöhliche Dinge findet man wirklich selten.“ Der Stabwechsel scheint also geglückt zu sein.

Stadtsilhuette-g